Tagebuch oder wie es heut zu Tage heißt "Blog"

07. September 2011

 Heute war es so weit. Mein erster Besuch beim Orthopäden stand an. Genau wusste ich zwar nicht, warum ich da hin muss aber meine Mama wird schon das Richtige machen. Als ich gegen 8:00 Uhr meinen Schönheitsschlaf beendet hatte, gab es erst mal lecker "Flaschenfrühstück", begleitet von der Musik im Radio. Nachdem ich mich reichlich satt gegessen und mein Bäuerchen gemacht hatte, gestattete ich meiner Mutter auch was zu essen. Geduldig sah ich ihr zu und lächelte sie immer wieder an, wenn sie in meine Richtung sah. Zwischendurch schloss ich ein paar mal die Augen aber schlafen wollte ich noch nicht. Anschließend gingen meine Mutter und ich nach oben an den Computer, denn meine Mutter hatte sich für Papa etwas ganz tolles ausgedacht. Leider ist Papa im Moment nicht hier aber soll immer alles mitbekommen und einen Einblick in meinen Tagesablauf bekommen. Wir gingen also an den großen grauen Kasten, Camputa oder so, und meine Mutter richtete eine Seite ein mit Bildern von mir und schrieb eifrig. Ab und zu machte meine Mutter mir die Nase sauber und gab mir Tee zu trinken. Die Nase kitzelte immer und auch das Atmen viel mir ein klein bisschen schwer. Ich glaube meine Tante sagte "Schnupfen" dazu. Als es wieder Zeit für meine Flasche war wurde ich in meine Reisemontur gepackt und satt ging es dann ins Auto. Wasser fiel vom Himmel aber Mama gab sich Mühe, dass ich trocken im Auto ankam. Ohne Hecktik führen wir los. Im Krankenhaus angekommen mussten wir ganz schön lange warten, obwohl kaum jemand im Wartezimmer saß. Plötzlich spürte ich, dass meine Windel immer voller wurde. Lautstartk machte ich meiner Mutter klar, dass sie etwas dagegen tun musste. Geschickt half sie mir, mein Wohlbefinden wieder in Einklang zu bringen. Im Wartezimmer zurück spielten wir etwas und zwischendurch schrieb sie mit ihrem kleinen Telefon. Endlich kam der Arzt und rief mich auf. Ungeduldig und nur in Windel lag ich auf der Wickelunterlage und beobachtete das geschehen. Mit einem Ultraschallgerät kontrollierte der Doktor meine Hüfte und sagte dann, dass man da was machen müsse. Wieder in meinem Strampler verpackt gingen wir mit einem kleinen rosa Zettel rüber in die Werkstatt. Nach kurzem Warten legte mir eine junge Frau ein Gestell an, dass von meinen Schultern zu meiner Hüfte ging. Gespannt lies ich es geschehen. Unsicher lächelte ich meiner Mutter zu, die nicht ganz glücklich schien. Das Ding wurde über die Windel und den Body gezogen. Dann wurde ich in meine gelbe Flauschdecke gewickelt und es ging zurück ins Krankenhaus zu Dr. Diedrichs. Er stellte das Gestell etwas nach und zeigte meiner Mutter wie es anzulegen sei. Endlich bekam ich auch den Strampler wieder angezogen und wir verabschiedeten uns vom Onkel Doktor, der sehr nett war. Auf dem Rückweg telefonierte Mama dann mit meiner Tante Anne und fragte sie wegen Abendbrot. Papa wurde auch noch auf den neusten Stand gebracht. Wieder bei Oma und Opa zu Hause angekommen gab es erst mal wieder Essen für mich und eine frische Windel. Mutti fand auch eine Wohnung für uns in Lamstedt aber leider erreichte sie da keinen. Mama´s Freundin Sabrina rief an und machte für den nächsten Tag gegen Abend ein treffen ab. Irgendwann trudelte auch meine Tante, ihr Freund und Paul zu Abendessen ein. In dieser Zeit schlief ich schon seelen ruhig in meiner Wippe auf dem Sofa. Um 20:00 Uhr hat meine Mama mich dann zum letzten mal gefüttert, gewindelt und dann in mein Bettchen gebracht. Lange lag ich aber noch wach da. Ab 21:00Uhr lauschte ich meiner Mutter, die mit Papa telefonierte. Dann schlief ich von der beruhigenden Stimme ein. Auch die Katze schnurrte gelassen.

 

08. September 2011

 


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